Wer sind die „Reichsbürger“?

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Lange hat man diese „Reichsbürger“ nicht ernst genommen. Seit dem Vorfall in Bayern als ein „Reichsbürger“ auf einen Polizisten schoss und ihn lebensgefährlich verletzte, erkennt man erst deren Gefährlichkeit.
Häufig sehen „Reichsbürger“ das Deutsche Reich noch in den Grenzen von 1937. Ich frage mich ob sie ein Deutsches Reich 2.0 wollen, nach dem Vorbild von 1933. Sie geben sich auch oft als rechtmäßige Vertreter des Reichsgebietes aus und erkennen Behörden nicht an.
Josef Foschepoth zeigt auf, das die USA in Deutschland viele Sonderrechte haben. Das rechtfertigt aber nicht das präpotente Auftreten der selbsternannten Reichsbürger.
Im Gastbeitrag „In Deutschland gilt auch US-Recht“ vom 11. August 2014 in der Süddeutschen Zeitung konstatierte er weiterhin:
„Die Privilegien der USA reichen von der Steuer- und Zollfreiheit über die Mitfinanzierung der militärischen Infrastruktur, die Übernahme von Sozialleistungen für deutsche Zivilangestellte bis zu Vergünstigungen für amerikanische Firmen, die bestimmte Dienstleistungen, unter anderem im Geheimdienstbereich, für die US-Truppen in Deutschland erbringen. Dazu kommen Sonderrechte im Bereich der Strafgerichtsbarkeit und Strafverfolgung.“
– Josef Foschepoth: „In Deutschland gilt auch US-Recht“
https://de.wikipedia.org/wiki/Josef_Foschepoth

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Die selbsternannten Reichbürger kehren das Recht um, indem sie sagen SIE würden das Recht vertreten und die Organe der BRD wären „falsche Beamte“. Manche scheinen es auch gerne als Nebeneffekt mitzunehmen, dass sie damit eine Ausrede haben keine Steuern oder Strafen bezahlen müssen. Außerdem verdienen sich einige Reichsbürger einiges dazu indem sie eigene Ausweise für knapp 100 Euro ausstellen.
Das ekelhafte an dieser Haltung ist, das man alle Leistungen, die die BRD bietet (Sozialhilfe, Schulen, Straßen, Müllabfuhr etc) aber natürlich gerne mitnimmt.
Der „König von Wittenberg“, Peter Fitzek, mit eigenem Staat „Königreich Deutschland“, hat auch noch Geld von Anhängern unterschlagen. Aber anstatt dieses Geld zurück zu fordern, als er wegen Unterschlagung vor Gericht stand, dachten sie gar nicht daran und blieben treue Diener ihres Gurus. Da kann man nur noch sagen solche Leute sind völlig plem plem. Die Frage ist nur noch ob sie mehr Spinner oder Rechtsextreme sind.

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Aus mdr.de
Sachsen-Anhalt Zunehmend Ärger mit Reichsbürgern in Halle und Stendal
Zugegeben, Steuern zahlen kann nerven. Auch über andere Gebühren wie den Rundfunkbeitrag ärgern sich viele. Aber so ist das in einem Sozialstaat, dafür gibt es klare Gesetze. Was aber, wenn man diese Gesetze nicht anerkennt oder noch einen Schritt weitergedreht, nicht einmal daran glaubt, dass die Bundesrepublik Deutschland existiert. Die sogenannten Reichsbürger sind genau dieser Meinung. Jetzt gibt es für Sachsen-Anhalt erstmals konkrete Zahlen.
von Katja Schmidt, MDR AKTUELL

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"Königreich Deutschland" steht auf der Heckscheibe eines Autos in Dessau-Roßlau (Sachsen-Anhalt)
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Aufschriften wie diese auf der Heckscheibe eines Autos in Dessau-Roßlau (Sachsen-Anhalt) sind vergleichsweise harmlos, oft wird bewusst gegen geltendes Recht verstoßen. Bildrechte: dpa
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Peter Fitzek, König von Wittenberg, ist der wohl bekannteste Vertreter der Reichsbürger. In Wittenberg gründete er seinen eigenen Staat, genannt „Königreich Deutschland“. Mit eigener Bank, eigener Versicherung, eigenen Dokumenten. In der Folge geriet er mehrfach in Konflikt mit dem Gesetz – wegen ungenehmigter Versicherungs- und Bankgeschäfte, vorsätzlichen Fahrens ohne Führerschein und Urkundenunterdrückung.
http://www.mdr.de/nachrichten/politik/regional/aerger-mit-reichsbuergern-sachsen-anhalt-100.html
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Aus der SZ
Peter Fitzek aus Wittenberg wird der Bewegung der „Reichsbürger“ zugerechnet. Mit seiner „königlichen Reichsbank“ soll er 1,3 Millionen Euro veruntreut haben.
http://www.sueddeutsche.de/panorama/halle-selbsternannter-koenig-von-deutschland-vor-gericht-1.3213697

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Aus der Berliner Zeitung.
Steuern und Amtsschreiben werden nicht akzeptiert
Die vielfältige Szene der „Reichsbürgerbewegung“ besteht aus mehreren Einzelpersonen und tatsächlichen aber auch fiktiven Gruppen, die glauben, das Deutsche Reich bestehe völkerrechtlich bis heute fort. „Reichsbürger“ erkennen Justizvollzieher, Polizei und Behörden nicht an. Steuern, Amtsschreiben oder Strafzettel werden von „Reichsbürgern“ nicht akzeptiert.
Nach Einschätzung des Berliner Verfassungsschutzes vertreten die „Reichsbürger“ neben Verschwörungstheorien zum Teil revisionistische, antisemitische und den Nationalsozialismus verherrlichende Positionen. Es gibt mehrere „kommissarische Reichsregierungen“. Einige Mitglieder der Bewegung bilden sich ein, dass ihre Grundstücke exterritoriales Gebiet seien. Sogar Reichs-„Personalausweise“ werden ausgestellt.
Am stärksten organisiert sind „Reichsbürger“ in Sachsen, wo sie sogar schon mit einer eigenen „Polizei“ auftraten und Gegner „festnahmen“. Die Täter bekamen Verfahren wegen Freiheitsberaubung und Amtsanmaßung.
http://www.berliner-zeitung.de/berlin/polizei/polizeieinsatz-in-berlin–reichsbuerger–gehen-in-neukoelln-auf-polizisten-los-23113536
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Da gibt es aber auch absurde „Ämter für Menschenrechte“ in verschiedenen Städten, die von Reichbürgern geführt werden.
Und sowas ist Kommissar für Menschenrechte?
https://youtu.be/LT2yYjO-PYg

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Aus dem Spiegel.

Wer sind die „Reichsbürger“ – und was wollen sie?

In Bayern schoss ein „Reichsbürger“ auf Polizisten und verletzte einen SEK-Mann lebensgefährlich. Woran glauben „Reichsbürger“, wie viele von ihnen gibt es? Der Überblick.
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DPA -„Reichsbürger“-Plakat in Georgensgmünd (Bayern)
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Für den Begriff „Reichsbürger“ gibt es keine gemeingültige Definition. Eine einheitliche „Bewegung“ oder Ideologie existiert nicht. Die einzelnen Gruppierungen sind zum Teil untereinander zerstritten. Ihr Gedankengebäude besteht aus rechtsextremistischer, rassistischer und antisemitischer Ideologie, Verschwörungstheorien oder esoterischen Weltbildern. Eines haben aber alle Anhänger offenbar gemeinsam: Sie erkennen die Bundesrepublik Deutschland als Staat nicht an. Denn, so behaupten sie, das Deutsche Reich bestehe bis heute fort, sei aber von den Alliierten besetzt und werde von ihnen ausgebeutet. Dabei ignorieren „Reichsbürger“ konsequent die historischen Fakten. Häufig legen sie für ihr „Reich“ die Grenzen von 1937 zugrunde.
Wer die Existenz der Bundesrepublik leugnet, verneint auch die Legitimität von Grundgesetz, Behörden und Gerichten und akzeptiert deren Bescheide nicht. Auch Steuern und staatliche Abgaben sind aus dieser Sicht illegal. Die „Reichsbürger“ gründen eigene Regierungen oder Monarchien mit Reichskanzlern oder Königen. Sie drucken Fantasiepapiere und geben eigenes Geld aus, wie das „Engelgeld“. In Sachsen-Anhalt gibt es zum Beispiel einen selbst ernannten „König von Deutschland“, mit bürgerlichem Namen Peter Fitzek, mit eigenem „Reich“ und eigener Währung.

Was sind die Ursprünge der „Reichsbürger“?

Das ist nicht klar. Die Idee, die Bundesrepublik sei ein illegales Konstrukt, geistert schon seit ihrer Gründung umher. Oft wird der ehemalige Reichsbahnmitarbeiter Wolfgang Ebel als Vordenker der „Reichsbürger“ genannt: Ebel ernannte sich Mitte der Achtziger selbst zum Reichskanzler und bildete in Berlin eine „kommissarische Reichsregierung“. Ebel glaubte, er könne im Auftrag der Alliierten das „Deutsche Reich“ regieren. Die Bundesrepublik, von manchen Reichsbürgern auch „BRD GmbH“ genannt, sei das Konstrukt einer „jüdisch-freimaurerischen“ Verschwörung. Zwar scharten sich bald einige Anhänger um Ebel, doch begann schon hier eine Zersplitterung der Bewegung. In der Folge bildeten sich in anderen Gegenden eigene „Reichsregierungen“.

Wie viele „Reichsbürger“ gibt es?

Die Bundesregierung verneinte 2012 in der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linken, dass es sich bei den „Reichsbürgern“ um eine einheitliche Bewegung handelt. Es seien vielmehr häufig Einzelkämpfer oder konkurrierende „Splittergruppen“. Entsprechend gibt es auch keine genaue Zahl über ihre Anhängerschaft. Bekannte Namen einiger Gruppen sind neben Fitzeks „Königreich Deutschland“ das „Deutsche Polizei Hilfswerk“ oder die „Reichsbewegung – Neue Gemeinschaft von Philosophen“.
Da sich im Internet mittlerweile einige „Reichsbürger“-Seiten finden lassen, kann der Eindruck entstehen, es handele sich um eine wachsende Bewegung. Auch unter PegidaAnhängern sollen Ideen der „Reichsbürger“ Anklang finden. Der Sänger Xavier Naidoo fiel 2014 mit einem Auftritt bei einer auch von „Reichsbürgern“ organisierten Veranstaltung auf.
Allerdings gehen die Verfassungsschutzbehörden eher von einer überschaubaren Zahl der Anhänger aus. Die Bundesregierung nannte 2012 in ihrer Antwort auf die Linken-Anfrage „mit aller Vorsicht“ eine „untere dreistellige Zahl“ jener „Reichsbürger“, die sich zum rechtsextremistischen Milieu zählen lassen. Ein bekannter Vertreter rechtsextremistischer Reichsbürger-Thesen ist der ehemalige RAF-Anwalt und Holocaust-Leugner Horst Mahler.
Wie gefährlich sind die „Reichsbürger“?
Die Behörden halten viele für harmlos. Manche „Reichsbürger“ können aber eindeutig dem rechtsextremistischen und staatsfeindlichen Milieu zugeordnet werden. Die meisten Aktivitäten der „Reichsbürger“ seien „in erster Linie unter polizei- und ordnungsbehördlichen Gesichtspunkten relevant“, schreibt etwa der sächsische Verfassungsschutz.
Allerdings beobachtet der Verfassungsschutz einige der Anhänger, in Bayern, Brandenburg oder im Saarland. Die „Zeit“ zitierte im April Behördenvertreter, die in „Reichsbürger“-Gruppen „längst mehr als ein skurriles Randphänomen“ sehen. Seit einigen Jahren gibt es auch Fälle, bei denen „Reichsbürger“ Morddrohungen gegen Behördenvertreter aussprachen oder gewalttätig wurden.
In Sachsen sorgte 2012 der Fall eines Gerichtsvollziehers für Aufsehen: Anhänger des selbst ernannten „Deutschen Polizei Hilfswerks“ fesselten ihn bei einer Zwangsvollstreckung. Er musste von der echten Polizei befreit werden. In Berlin lagerte ein Anhänger, der Steuern hinterzog, Chemikalien, die zur Herstellung von Sprengstoff geeignet waren. Im August fielen bei der Zwangsräumung eines Hauses in Sachsen-Anhalt Schüsse: Zwei SEK-Beamte und der Hauseigentümer, der frühere Mr. Germany, Adrian Ursache, wurden verletzt.

Mit Material von dpa, Mitarbeit: Claudia Niesen

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Wer will kann sich auch das ansehen.
Fitzek – vom „Königreich Deutschland“
https://reichsdeppenrundschau.wordpress.com/2016/11/30/gegen-die-dummheit-der-fitzek-anhaenger-kaempfen-selbst-die-goetter-vergebens/
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Wenn Menschen ihrem Staat kündigen.

Die Story: Warum „Reichsbürger“ gefährlich sind | Kontrovers | BR

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Dennis Ingo Schulz ist nicht nur selbsternannter Diplom-Ingenieur, sondern – und das trotz seines noch nicht allzu weit fortgeschrittenen Alters – auch ein Urgestein der Reichsbürger-Szene.
Bekannt ist er vor allem durch seinen unsäglichen YouTube-Kanal, in welchem er häufig in einer Uniform zu sehen ist, die der der nationalsozialistischen Sturmabteilung (SA) ähnelt. Bei seinen Auftritten grüßt nicht selten mit einem zackigen „Heil!“, das er dann plötzlich in ein „Halli-Hallo“ umwandelt.
Aus seiner braunen Gesinnung macht der in Berlin lebende Dauerarbeitslose ohnehin kein Geheimnis. Schulz ist Antisemit und Holocaustleugner, eine Art Hassliebe verbindet ihn deshalb mit Mario Romanowski, einer weiteren Schießbudenfigur der rechten Szene.
Reichsbürger genießen momentan – aufgrund der Ermordung eines bayerischen Polizisten – ein hohes mediales Interesse. Nun standen zwei Reporter der Springer-Presse unangekündigt vor Schulz‘ Wohnungstür. Und sie machten das mit ihm, was sonst Reichsbürger mit anderen machen: sie filmten ihn heimlich.
Zeitungsberichte über Schulz erschienen nunmehr in der BILD und der B.Z. Dass die mediale Aufmerksamkeit von Vorteil für ihn ist, darf bezweifelt werden.

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ingo_schulz

Absolute geistige und moralische Verkommenheit: Reichsbürger freuen sich über den Tod eines Polizisten

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https://reichsdeppenrundschau.wordpress.com/2016/10/23/tta-dennis-ingo-schulz-und-die-springer-presse/

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1.500 Trauernde nahmen In Nürnberg Abschied von dem 32-jährigen SEK-Beamten, der von einem Staatsleugner in Georgensgmünd erschossen worden war.
Während man in der Reichsbürger/Staatsleugner-Szene den Tod des Polizisten weiterhin rechtfertigt (Täter sei „überfallen“ worden, in einer „Notwehrsituation“ gewesen) oder sogar als Erfolg im Kampf gegen die Bundesrepublik bejubelt (wie beispielsweise der in Niedersachsen lebende Mathias Langer in seinem News-topaktuell-Blog), fand in Franken eine bewegende Abschiedsfeier statt.

https://reichsdeppenrundschau.wordpress.com/2016/11/01/grosse-anteilnahme-gedenkgottesdienst-fuer-ermordeten-polizisten/

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Behauptungen der Reichsbürgerbewegung und KRR-Szene

Die „Kommissarischen Reichsregierungen“ behaupten, dass zwar das Deutsche Reich völkerrechtlich bis heute fortbestehe, die Bundesrepublik Deutschland hingegen nicht identisch mit diesem sei, sondern völker- und verfassungsrechtlich illegal und de jure nicht existent sei. Zwar habe eine Regierung in Form einer „Kommissarischen Reichsregierung“ im Augenblick zwar noch keine faktische Staatsgewalt, sie führe jedoch rechtsgültig die Regierungs- und Amtsgeschäfte für Deutschland. In der Regel liegen diesen „Reichsregierungen“ diverse Verschwörungstheorien zugrunde, die mit einem baldigen Zusammenbruch der Bundesrepublik Deutschland rechnen, nach dem die KRRs dann auch faktisch die Regierungsgewalt übernähmen. Es existieren verschiedene „Reichsregierungen“, die zum Teil miteinander konkurrieren, zum Beispiel:

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https://www.psiram.com/ge/index.php/Kommissarische_Reichsregierung

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Gruß Hubert

Der Faschismus duldet keine andere Weltanschauung neben sich

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Was versteht man unter Faschisten und woher kommt Faschismus?

Definition Faschisten und Faschismus

Faschismus ist heute der Sammelbegriff für alle antiliberalen und antisozialistischen totalitären Ideologien. Der Begriff wird vor allem mit dem des Nationalsozialismus (der abgesehen von intensivem Gemeinschaftskult nur dem Namen nach sozialistisch war) gleichgesetzt, da unter dem Nazi-Regime die Ideen des Faschismus besonders konsequent und erbarmungslos umgesetzt wurden.
Überzeugte Anhänger und Verfechter dieser Ideologien werden Faschisten genannt.

Merkmale

Der Faschismus duldet keine andere Weltanschauung neben sich.
Getreu dem Führerprinzip haben sich alle seinen Regeln, die vom Führer sozusagen verkörpert werden, in ihrem Denken und Handeln zu unterwerfen. Das Führerprinzip ist mit allen Mitteln durchzusetzen. Gewalt gilt dabei als absolut legitim. Als ebenso legitim gilt die gewaltsame Machtergreifung, denn der „natürliche“ Anspruch auf die Macht besteht aus der Sicht des Faschisten ohnehin. Diese Macht ist demnach dauerhaft zu sichern. Meinungsfreiheit, demokratische Strukturen, eine funktionierende Opposition oder gar freie Wahlen sind daher in solchen Systemen nicht denkbar.
Um dem Gedanken der Gleichheit im Volke gerecht zu werden, duldet der Faschismus keine Interessenvertretungen einzelner Gruppen wie beispielsweise Gewerkschaften oder Frauenbewegungen. Die offizielle Partei gilt als einzige Interessenvertretung aller.
Die eigene Nation bzw. das eigene Volk steht an erster Stelle. Jede Entwicklung, auch im Ausland, wird ausschließlich danach bewertet, ob sie den Bedürfnissen der eigenen Nation dient. Tut sie das nicht, kann dies ein ausreichender Grund für einen Angriff sein.
Unterfüttert wird diese Denkweise mit einem Rassismus, der das eigene Volk als höherwertig und überlegen gegenüber anderen Völkern betrachtet. Deshalb soll eine Stärkung und Vergrößerung dieses Volkes zu einer Verbesserung der Welt führen. Der Rassismus, oftmals verbunden mit Antisemitismus, entfaltete sich bisher nur im nationalsozialistischen Deutschland in vollem Umfang, allerdings ist jedes faschistische Regime dafür anfällig.
Zur Reinerhaltung des Volkes erfolgt eine Auslese, in deren Rahmen als minderwertig geltende Gruppen herabgesetzt oder „aussortiert“ werden. Dies kann sich auf Behinderte oder Homosexuelle beziehen, aber auch auf Anhänger unliebsamer Weltanschauungen oder Immigranten und deren Nachkommen.

Herkunft

Der Faschismus stammt aus Italien und wurde durch die von Benito Mussolini angeführte Massenbewegung der sogenannten Schwarzhemden etabliert. Der Name leitete sich her aus dem lateinischen Wort fasces (Bündel) und sollte an die Rutenbündel erinnern, die im alten Rom die Gerichtsbarkeit symbolisierten. Nach der Französischen Revolution 1789 wurde das Symbol wieder aufgegriffen, dieses Mal als Garant dafür, dass die Macht nun beim Volk lag. Und weil das italienische Wort fasci auch für Bünde bzw. Verbindungen steht, konnte Mussolinis neue Bewegung sich schon ihrem Namen nach auf drei Grundwerte berufen: Recht und Ordnung, Macht des Volkes sowie Zusammenhalt der Massen. Dies ging mit einer starken Mystifizierung und Idealisierung einher.
Diese Ideologie fand bald Anhänger in allen Teilen der Welt. Sie wurde zwar immer wieder an nationale Bedürfnisse angepasst, blieb jedoch in ihren wesentlichen Merkmalen unverändert.

http://www.dir-info.de/dokumente/def_faschisten.html

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Aus dem Buch von Hamed Abdel-Samad:   Der islamische Faschismus
Auszug.

Faschismus und Islamismus – ein ungleiches Paar?

Der Faschismus ist eine Art »politische Religion«. Seine
Anhänger glauben, im Besitz der absoluten Wahrheit zu
sein. Ganz oben in der Hierarchie steht der charismatische
unfehlbare Führer, der mit einem heiligen Auftrag
ausgestattet ist, um die Nation zu einen und die Feinde
zu besiegen. Die faschistische Ideologie vergiftet ihre
Anhänger mit Ressentiments und Hass, teilt die Welt in
Freund und Feind ein und droht Gegnern mit Vergeltung.
Sie richtet sich gegen die Moderne, die Aufklärung,
den Marxismus und die Juden und glorifiziert Militarismus
und Opferbereitschaft bis in den Tod.

All diese Eigenschaften treffen auch auf den modernen
Islamismus zu, der zeitgleich mit dem Faschismus in
den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts entstanden
ist. Sowohl der Faschismus als auch der Islamismus
sind aus einem Gefühl der Niederlage und Erniedrigung
hevorgegangen. Beide Strömungen eint das Ziel, ein Imperium
zu errichten  – die Weltherrschaft als quasi verbrieftes Recht –,
dem die totale Vernichtung seiner Feinde vorausgeht.
Die eine Bewegung glaubt an die Überlegenheit der arischen Rasse,
die andere ist überzeugt von der moralischen Überlegenheit der Muslime
gegenüber dem ungläubigen Rest der Menschheit.

(S. 19)

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Quelle:
http://bilder.buecher.de/zusatz/39/39925/39925745_lese_1.pdf

Siehe auch:
https://hubwen.wordpress.com/2015/10/01/faschismus-und-islamismus-ein-ungleiches-paar/

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Der neue Faschismus in den USA

Twitter sperrte nun einige Accounts von Richard B. Spencer. Er ist der Chef der Alt Right Bewegung und wird dem neuen Faschismus zugerechnet (oder auch der Neuen Rechten, wie es verharmlosend heißt). Er war ein maßgeblicher Einflüsterer von Donald Trump. Der neue Chefberater von Trump, der ex-Betreiber der rechtsextremen Plattform breitbart.com, Steve Bannon, bietet der Alt Right Bewegung eine Plattform.
Richard B. Spencers persönliches verifiziertes Konto wurde bei Twitter suspendiert, genauso wie das National Policy Institute und sein Magazin, Radix Journal. Andere suspendierte Alt Right (Alternative Rechte) alt-rechts Twitter-Nutzer gehören Paul Town, Pax Dickinson, Ricky Vaughn und John Rivers.
http://www.theverge.com/2016/11/16/13648922/twitter-suspends-alt-right-accounts-richard-spencer-trump-
Man braucht sich nur kurz in seinem Magazin, der Radix Journal kurz umsehen.
http://www.radixjournal.com/

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richard-b-spencer_trump

https://twitter.com/i/web/status/797920034894987264

https://twitter.com/altright_fanfic

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Gruß Hubert

Orangen und eine Affäre

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Ich möchte wissen, was Fidel Castro gesagt hätte, wenn er in den letzten Jahren in die ex-DDR gekommen wäre. Er hätte sich wohl verwundert die Augen gerieben wie viele Rechte es in den neuen Bundesländern gibt.
Fidel Castro war ja der DDR wohlgesonnen und es gab enge Beziehungen zwischen beiden Ländern. Gewundert hat mich vor allem dass Fidel Castro Hunderte Attentatsversuche überlebt hat. auch eine Westdeutsche, Marita Lorenz, mit der eine leidenschaftliche Affäre hatte, war nach Ende der Beziehung vom CIA auf ihn angesetzt worden.

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Castro und die Deutschen.

Fidel Castro pflegte besondere Beziehungen zu den Deutschen. In die DDR kamen kubanische Apfelsinen und Arbeitskräfte. Und mit einer Kapitänstochter hatte er eine Beziehung, die fast in einem Attentat mündete.
Weißer Sandstrand, kristallklares Meer – und eine Büste von Ernst Thälmann, einem in der DDR verehrten Helden des Antifaschismus. Mehr gibt es auf dem idyllischen kubanischen Eiland in der Schweinebucht nicht zu sehen. Ein Sehnsuchtsort, an den Durchschnitts-DDR-Bürger nie gelangten.
Die „Isla Ernesto Thälmann“, sie ist ein symbolisches Geschenk von Fidel Castro an die DDR, überreicht bei seinem ersten Amtsbesuch 1972.

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Fidel Castro und Erich Honecker 1972 in Berlin | Bildquelle: dpa-Zentralbild

Man verstand sich: Castro und Erich Honecker 1972 in Berlin (Ost).

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Handel im Geiste des Internationalismus

Ein Stück Sozialismus in der Karibik als Geste der Freundschaft – der Besuch des Máximo Líder gilt als Start der engeren Beziehungen zwischen Kuba und der DDR. Vor allem wirtschaftlich arbeiten die sozialistischen Länder zusammen. Die Staaten des „Rats für gegenseitige Wirtschaftshilfe“ und insbesondere die DDR beliefern Kuba mit ganzen Fabrikanlagen.
Kuba schickt Südfrüchte, Zucker – und junge Kubaner. In der DDR gibt es zu wenig Arbeiter. Etwa 30.000 Kubaner kommen, einer von ihnen ist Lorenzo Pérez. Damals, erinnert er sich, „mussten wir Anoraks für den Winter kaufen, Schuhe, Unterhosen, Unterhemden und das alles tragen. Und das war komisch, weil wir in Kuba an etwas anderes gewohnt waren.“

Castros „kleine Deutsche“

Der charismatische Fidel zieht auch eine Westdeutsche in seinen Bann. Marita Lorenz, gebürtig in Bremen. Auf dem Deck eines Kreuzfahrtschiffs lernt er sie Ende der 1950er-Jahre kennen. Mit ihr hat er eine leidenschaftliche Affäre. „Alemanita mia“ nennt er sie, „meine kleine Deutsche“.
Die „kleine Deutsche“ hat es aber in sich. Sie arbeitet nach dem Ende der Beziehung für die CIA und bekommt den Auftrag, Fidel zu töten. Einmal hat sie Gelegenheit dazu. Fidel reicht ihr sogar den Revolver: „Er sagte: ‚Tu es.‘ Ich guckte auf die Pistole Ich war verwirrt. Und ich sagte: ‚Nein, ich mach‘ das nicht. So mach ich das nicht. Und auch nicht anders.’“
Ob aus Liebe oder Hass: Auch andere scheiterten daran, Castro zu töten. Hunderte Attentatsversuche soll es gegeben haben. Am Freitag starb Castro in Havanna an Altersschwäche.
Von Christina Fee Moebus, ARD-Studio Mittelamerika und Karibik

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Orangen und eine Affäre

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Gruß Hubert

Drei Monate Wartezeit für ein Bild von Luchs „Skadi“

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Es ist unglaublich wie Jäger / Wilderer einen von den wenigen noch existierenden Luchsen abschießen kann. Man kann so etwas nur ein Verbrechen nennen. Bei solchen Leuten muss es schon schwer im Oberstübchen fehlen. In Österreich gibt es nur 15 bis 20 Luchse und diese sind höchst gefährdet.

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Aus nachrichten.at

Perfekte Regie des Glücks: Drei Monate Wartezeit für ein Bild von Luchs „Skadi“

MOLLN. Der Nationalpark hat das erste hochauflösende Fotofallenbild eines heimischen Luchses.

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Perfekte Regie des Glücks: Drei Monate Wartezeit für ein Bild von Luchs "Skadi"

Luchsweibchen „Skadi“ ging am 8. November in diese hochauflösende Spiegelreflex-Fotofalle Bild: Marc Graf/Christine Sonvilla

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„Eigentlich wollten wir die Fotofalle schon wieder ab- und an anderer Stelle aufbauen“, sagt Christine Sonvilla, „aber dann sind uns der Winter und eine Autoreparatur dazwischen gekommen.“
Manchmal ist es eben perfekt, wenn das Glück Regie führt. Hätte es das nicht, dann wäre Luchsweibchen „Skadi“ am 8. November nicht an der exakt richtigen Stelle auf rund 1500 Meter Seehöhe in der Nähe der Blumaueralm nördlich des Sengsengebirges vor die Linse der dort installierten Spiegelreflex-Fotofalle spaziert.
„Es hat nur eine optimale Position gegeben und die hat ,Skadi‘ gefunden. Sie ist übrigens eine Tochter des gewilderten ,Juro‘ und der ebenfalls verschollenen ,Freia‘“, sagt die gebürtige Kärntnerin (34), die gemeinsam mit ihrem Arbeits- und Lebenspartner Marc Graf (33) aus Steyr die Initiative „Leben am Limit“ (siehe Infobox) gestartet hat. „Das Bild kommt zum idealen Zeitpunkt“, sagt Graf, der ebenso wie seine Partnerin studierter Biologe und Natur-Fotograf ist, „heuer wurden zwei Wilderer aus Oberösterreich wegen des Abschusses zweier Luchse verurteilt.“

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Perfekte Regie des Glücks: Drei Monate Wartezeit für ein Bild von Luchs "Skadi"

Insgesamt fünf Luchse streifen aktuell durch den Nationalpark Kalkalpen, 15 bis 20 Tiere sind es in Österreich. Diese sind jedoch höchst gefährdet.

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Wertvoller Artenschutz

Alleine im Nationalpark gehen bis zu sechs Luchsmännchen ab. Ein im Sinne des Artenschutzes nicht nur bedenklicher Umstand, sondern ein teures „Vergnügen“: „Die Kosten für nur eine Auswilderung belaufen sich auf rund 35.000 Euro“, sagt Nationalpark-Direktor Erich Mayrhofer, dessen Schadenersatzklage gegen die verurteilten Wilderer vorerst abgeschmettert wurde: Ein Wildtier sei kein Eigentum, so die Begründung. Nun muss der Oberste Gerichtshof entscheiden. „Bei unserem Bestand handelt es sich um die letzte Teilpopulation in den Ostalpen, die früher durchgängig von Luchsen besiedelt waren. Wir haben eine Verantwortung für diese Tiere.“ Vom Bild, das Sonvilla und Graf nach monatelanger Vorbereitung gelang, ist er begeistert: „Im Nationalpark hat es eine Aufnahme in dieser Qualität noch nie gegeben.“

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Hier weiterlesen:

Drei Monate Wartezeit für ein Bild von Luchs „Skadi“

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Gruß Hubert

Ketzer – Zitate von Christen und anderen Leuten

Hier ein Auszug von Zitaten von berühmten und weniger berühmten Menschen bezüglich der „Wahrheiten des Christentums“. Auch Theologen sind darunter.

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„Du hältst das Evangelium, wie es steht, für die göttliche Wahrheit. Mich würde eine vernehmliche Stimme vom Himmel nicht überzeugen, dass das Wasser brennt und dass das Feuer löscht, dass ein Weib ohne Mann gebiert und dass ein Toter aufersteht. Vielmehr halte ich dieses für Lästerungen gegen den großen Gott und seine Offenbarung in der Natur“.

(Goethe, an Lavater, 9.8.1782)

„Schon der Anfang der Vernunft selbst ist in der Bibel ein Verbrechen. Im übrigen geht es dort zu wie im wirklichen Leben: Mord, Plünderung, Vergewaltigung, Genozid. An 100 Bibelstellen wird ausdrücklich im Namen Gottes getötet, an 1000 Stellen tötet dieser Gott selbst. Sein Sohn droht schließlich mit nie endenden Folterqualen über den Tod hinaus denjenigen, die ihn nicht lieben. Den Liebenden bringt er den eucharistischen Kannibalismus zur Seelenstärkung.
Was ist es für eine moralische Vernunft, die hier ihren Anfang und ihre Prinzipien erkennt und anerkennt“?

(Günther Schulte Professor für Philosophie an der Universität zu Köln)

„In Zeiten blinden und unwissenden Glaubens hat die Kirche festgesetzt, dass die Schriften, besonders die des Neuen Testaments, vollständig als authentisch und wahrhaftig zu gelten haben. Heute kann sie daher nicht mehr umkehren. Die Ergebnisse der modernen Wissenschaft müssen abgelehnt, als falsch bewiesen werden. Andererseits müssen die irrigen Entscheidungen der Kirche als wahr bewiesen werden. Deshalb muss man glauben, dass schwarz weiß ist“.

(Alighiero Tondi, ehem. päpstl.Theologe und Professor an der „Gregoriana“.)

„Ein Mythos, der auf einem anderen Mythos aufbaut wird zur Legende. Ein Mythos, der auf einer Legende aufbaut, wird zum Märchen“.

(unbekannt)

„Die Päpste und ihre Helfershelfer waren so sehr davon überzeugt, dass ihre Macht ausschließlich auf der Unwissenheit beruht, dass sie immer wieder die Lektüre des einzigen Buches verboten haben, das ihre Religion verkündet; sie sagten: Hier ist euer Gesetz, und wir verbieten euch, es zu lesen; ihr erfahrt daraus nur, was wir euch zu lehren geruhen. Diese absonderliche Tyrannei ist unbegreiflich, und trotzdem gibt es sie. Jede Bibel in lebender Sprache ist verboten; erlaubt ist sie nur in einer Sprache, die nicht mehr gesprochen wird.“
(Voltaire, franz. Schriftsteller, 1694-1778)
„Wenn man das Kreuz anbetet, an dem Christus gestorben ist, muss man auch den Esel anbeten, auf dem er geritten ist“.
(Bischof Claudius von Turin, 9. Jh.)
„Christi Niederlage war nicht die Kreuzigung, sondern der Vatikan“.
(Jean Cocteau, franz. Schriftsteller, 1889-1963)

„Zur selben Stunde, in der unser Herr Jesus Christ es zuließ, dass er für uns den Kreuzestod erlitt, flohen die Verteidiger von den Mauern durch die Stadt, und die Unsrigen folgten ihnen und trieben sie vor sich her, sie tötend und niedermetzelnd, bis zum Tempel Salomos, wo es ein solches Blutbad gab, dass die Unsrigen bis zu den Knöcheln im Blut wateten…

Nachdem die Unsrigen die Heiden endlich zu Boden geschlagen hatten durcheilten die Kreuzfahrer die ganze Stadt und rafften Gold und Silber. Dann, glücklich und vor Freude weinend, gingen die Unsrigen hin, um das Grab unseres Erlösers zu verehren, und entledigten sich Ihm gegenüber ihrer Dankesschuld“.
(Chronist über die Eroberung Jerusalems)

„Es ist nicht verwunderlich, dass sich gerade die freieren Geister… mit Grausen vom Christentum und von der Kirche insgesamt abwenden“.

(Hermann Detering, Theologe)

„Gestatten Sie mir, Ihnen zu sagen, dass unsere heutigen Religionen der Religion Christi so wenig gleichen wie jener der Irokesen. Jesus war ein Jude, und wir verbrennen Juden. Jesus predigte Duldung, und wir verfolgen. Jesus predigte eine gute Sittenlehre, und wir üben sie nicht aus. Jesus hat keine Dogmen aufgestellt, die Konzile der Kirche aber haben reichlich dafür gesorgt. Kurz, ein Christ des 3. Jahrhunderts ist einem Christen des 1. gar nicht mehr ähnlich“.
(Friedrich der Große, preuß. König, 1712-1786)

„Ich habe die Erfahrung gemacht, dass selbst Raubtiere dem Menschen nicht so feindlich gesinnt sind wie die Christen gegeneinander“.
(Julian, römischer Kaiser, 331-363, genannt: Apostata, der Abtrünnige)

„Das Christentum ist heute ein Leichnam, der nur noch dank der künstlichen Sauerstoffzufuhr seitens interessierter Politiker, Theologen und Kirchenfunktionäre den Anschein von Lebendigkeit zu erwecken vermag“.

(Joachim Kahl, dt. Theologe und Philosoph, *1941)

„Zum Christentum wird man nicht geboren, man muss dazu nur krank genug sein“.

(Friedrich Nietzsche, dt. Philosoph, 1844-1900)

„Die persönlichen Lehren Christi: Demut, Feindesliebe, Unweltlichkeit werden nirgends befolgt. Vielmehr ist es im gesamten Abendlande Sitte, sich mit seinem Nächsten nicht zu befassen, gegen Feinde vorzugehen, das Leben auf die Sorge für den kommenden Tag zu stellen, den, der einem auf den rechten Backen schlägt, niederzuschießen und die geistig Armen als minderwertig anzusehen“.
(Walther Rathenau, dt. Staatsmann u. Industrieller, 1867-1922)

„Der Jesus von Nazareth, der als Messias auftrat, die Sittlichkeit des Gottesreiches verkündete, das Himmelreich auf Erden gründete und starb, um seinem Werke die Weihe zu geben, hat nie existiert. Es ist eine Gestalt, die vom Rationalismus entworfen, vom Liberalismus belebt und von der modernen Theologie in ein geschichtliches Gewand gekleidet wurde“.
(Albert Schweitzer, dt. Theologe, Mediziner & Philosoph, 1875-1965)

„Gott ist nur eine Arbeitshypothese. Es zeigt sich, dass alles auch ohne Gott geht und zwar ebenso gut wie vorher“.

(Dietrich Bonhoeffer, dt. ev. Theologe, 1906-1945)

„Es ist Religion, an keinen Gott zu glauben – ihn glauben heißt, ihn lästern“.
(Ludwig Anzengruber, österr. Dramatiker, 1839-1889)

„Im christlichen Glauben hat die Vernunft nichts zu suchen und die Naturwissenschaft nichts zu melden“.
(Klaus Berger, Heidelberger Theologe 1940 -)

„Toleranz ist gut. Aber nicht gegenüber Intoleranten“.
(Wilhelm Busch, dt. Zeichner u. Dichter, 1832-1908)

„Wer in Glaubensfragen den Verstand befragt, kriegt unchristliche Antworten“.
(Wilhelm Busch, dt. Dichter u. Zeichner, 1832-1882)
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Ketzer – Zitate von Christen und anderen Leuten

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Gruß Hubert

„Heil Trump!“ für den künftigen Präsidenten

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Ich glaube nicht, dass es unter Trump in den USA zu einem gerechteren Land kommen wird. Und ist ein Milliardär nicht selbst Establishment? Mit Entsetzen und Kopf schütteln nehme ich zur Kenntnis welche Töne beim amerikanischen Wähler angekommen sind. Da sind Leute wie wie Steve Bannon, der frühere Chef der rechtspopulistischen Webseite „Breitbart News“ und Richard Spencer von der Alt-Right-Bewegung salonfähig geworden. Ich kann das nur als Albtraum bezeichnen.

Ich glaube nicht, dass die „kleinen Leute“ von diesem „Regimewechsel“ profitieren werden. Wenn das die Zukunft der USA sein soll…?

Hier aus der FAZ

Alt-Right-Bewegung „Heil Trump!“ für den künftigen Präsidenten

Mit Steve Bannon als Trumps Chefberater könnte auch die Ideologie der „Alt-Right“-Bewegung ins Weiße Haus einziehen. Sie ist ein Sammelbecken für Rechtsradikale, Libertäre und Rassisten, die ihren Extremismus nach der Wahl offen zur Schau stellen.

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Nazi-Gruß in Washington: „Heil Trump!“

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Alt-Right-Bewegung „Heil Trump!“ für den künftigen Präsidenten

Mit Steve Bannon als Trumps Chefberater könnte auch die Ideologie der „Alt-Right“-Bewegung ins Weiße Haus einziehen. Sie ist ein Sammelbecken für Rechtsradikale, Libertäre und Rassisten, die ihren Extremismus nach der Wahl offen zur Schau stellen.

Die Szene, die sich am vergangenen Samstag im der amerikanischen Regierung gehörenden Ronald-Reagan-Building in Washington abspielte, nur ein paar hundert Meter vom Weißen Haus entfernt, übertraf noch die schlimmsten Befürchtungen vieler Amerikaner.

„Heil Trump, heil unserem Volk, Sieg Heil!“ rief Richard B. Spencer, und die rund 300 Zuhörer im Saal applaudierten nicht nur begeistert, sondern reckten vielfach sogar den rechten Arm in die Höhe.

Spencer ist Vorsitzender des „National Policy Institutes“ (NPI), einem Think Tank weißer Nationalisten. Er bildet die intellektuelle Dachorganisation der ultrarechten „Alt-Right-Bewegung“, einem schnell wachsenden Sammelbecken für weiße Nationalisten, Libertäre und offen Rechtsradikale. Bei seinem Jahrestreffen diskutiert das NPI jedes Jahr über die neue, weiße Gesellschaft, die seine Anhänger fordern – doch seit Donald Trump gewählt wurde, ist die Bewegung in Champagnerstimmung wie nie zuvor. „Die Wahl von Trump war für alle ein Erweckungserlebnis“, sagte Spencer am Samstag zur Eröffnung des Treffens, bei dem Vorträge wie „Trump und der neue weiße Wähler“ oder „Die Zukunft der Alt-Right-Bewegung“ auf der Agenda standen. „Wir sind noch nicht ganz das Establishment, aber wir sollten damit anfangen, uns so zu verhalten.“ (Anmerkung: aha, ein Offenbarungseid).

Auch über die Wahl der Mittel ließ Spencer keine Zweifel: „Für uns gibt es nur Eroberung oder Tod.“

„America first“ betrifft für die Alt-Right-Bewegung nur die Weißen

Die Alt-Right-Bewegung, so diffus sie ist, eint die Angst, die schon Kernstück der nationalsozialistischen Ideologie war – auch wenn Spencer eine Nähe zu dieser am Samstag bestritt: Dass die eigene Rasse, in diesem Fall die weiße, unter dem Ansturm der „minderwertigen“ anderen Rassen untergehen könnte.

[…]
Denn mit Steve Bannon, dem früheren Chef der rechtspopulistischen Webseite „Breitbart News“, den Donald Trump zu seinem Chefberater gemacht hat und der Breitbart als Plattform für die Alt-Right-Bewegung bezeichnet hat, könnte die Ideologie der „white supremacy“, der „weißen Vorherrschaft“, ihren Weg bis hinein ins Oval Office finden. Wie sehr Bannon, der als Chefberater den Zugang zum Präsidenten kontrolliert, ein ideologischer Einflüsterer Trumps sein wird – keine Frage treibt Amerika derzeit so um wie diese.

Bis Trump den 62 Jahre alten Bannon im August 2016 von „Breitbart News“ abwarb und zu seinem Wahlkampfchef machte, hatte dieser die für ihre rassistischen Tendenzen ohnehin berüchtigte Seite weiter ideologisch zugespitzt.

[…]

Es gibt kaum eine Gruppe außer der der weißen Männer, die auf „Breitbart“ nicht auf das Übelste attackiert worden wäre. Zwei Wochen nach dem Massaker in Charleston, bei dem der weiße Nationalist Dylan Roof in einer Kirche neun Schwarze erschossen hatte, veröffentlichte Breitbart einen Artikel mit der Überschrift „Lasst sie hoch und stolz wehen: Die Konföderierten-Flagge steht für eine glorreiches Erbe“.

Hier weiterlesen:

„Heil Trump!“ für den künftigen Präsidenten

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22.11.2016, von Oliver Georgi

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Aus dem Spiegel.

„Alt Right“-Bewegung Amerikas Ultrarechte feiern im Zentrum der Macht

Seit dem Wahlsieg Trumps gilt die „Alt Right“ als wichtige Kraft in Amerika. In der Nähe des Weißen Hauses berauschten sich die weißen Nationalisten an ihrem Erfolg. Jetzt wollen sie Einfluss auf die Politik nehmen.

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Richard Spencer in Washington

SPIEGEL ONLINE – Richard Spencer in Washington

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Richard Spencer hat Kopfschmerzen. Seit Tagen schon, sagt er, es liege aber nicht am Alkohol, sondern „am ständigen Gewinnen“. Zwar kennt die Schulmedizin keinen Zusammenhang zwischen Erfolgserlebnissen und Kopfweh, doch das stört niemanden von Spencers Anhängern. Sie johlen.

Der siegestrunkene Zustand hält bei Spencer, einem Anführer der amerikanischen „Alt Right“-Bewegung, und seinen Anhängern an, seit ihr Favorit die Präsidentschaftswahl gewonnen hat. An diesem Wochenende feierten Amerikas Ultrarechte im Zentrum Washingtons, drei Blocks vom Weißen Haus entfernt, und berauschten sich an Donald Trump und an sich selbst.

Die alternative Rechte Amerikas, kurz „Alt Right“, vor wenigen Monaten nur Fachleuten ein Begriff, steht seit Trumps Wahlsieg plötzlich im Rampenlicht. Sie war der vielleicht wichtigste Wahlhelfer des künftigen Präsidenten im Netz. Das nur schwer zu fassende Sammelbecken Ultrarechter folgt keiner einheitlichen Ideologie und hat Populisten und Nationalisten, Antisemiten und Rassisten in seinen Reihen.

Fashy Burschen

Lange führten viele Mitglieder eine Existenz in dunklen Ecken des Internets, versteckt hinter Avataren und Pseudonymen. Auf der Konferenz von Spencers Thinktank National Policy Institute im Herzen der Hauptstadt zeigten sich nun manche Protagonisten, Eigenschaften und Ziele der Bewegung etwas deutlicher.

Taktgeber ist der 38-jährige Spencer, ein guter Redner mit strengem Scheitel, der seine Agenda mit der „Verteidigung des europäischen Erbes der Vereinigten Staaten“ umschreibt. Am Samstag stand er im Dreiteiler auf der Bühne des Baalsaals im Kellergeschoss des Ronald Reagan Building und genoss die neue Aufmerksamkeit. „Die Medien sind besessen von uns“, rief er in den Saal. Die „Alt Right“ werde nicht mehr verschwinden und die Welt verändern.

Spencer bei seiner Rede in Washington

SPIEGEL ONLINE -Spencer bei seiner Rede in Washington

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250 Leute hörten ihm zu, es waren vor allem junge Männer in schicken Anzügen und mit akkuraten Frisuren, an den Seiten kurz geschoren. Es ist der „fashy“ Hairstyle, der einem hier so prominent gegenübertrat, dass man ihn nicht ignorieren konnte.

Fashy – ein Wort, das je nach Belieben zu „fashion“ oder „fascist“ ergänzt werden darf. Die „Alt Right“ liebt solche Doppeldeutigkeiten. Neben den vielen fashy Burschen ließen sich rund zehn Frauen ausmachen, drei rote „Make America Great Again“- Kappen und eine Kippa.

[…]

Hitlergrüße in Washington

Keine große Überraschung, dass diese Positionen auch Protest hervorriefen. Vor dem Tagungsgebäude gab es Demonstrationen und Rangeleien, einer der „Alt Right“-Leute kam mit blutender Stirn zurück in den Tagungssaal gelaufen.

 Am Freitagabend sagte eines der schicksten Restaurants im Zentrum Washingtons das Konferenzessen ab, aus Sorge vor gewaltsamen Protesten. Auch das Ausweichlokal wurde dann von teils vermummten Gegendemonstranten, die sich als Antifaschisten bezeichneten, gestürmt und Anführer Spencer mit einer nach Fäkalien stinkenden Flüssigkeit besprüht.

Ebenfalls aus dem Restaurant twitterte eine der wenigen „Alt Right“-Frauen, die ehemalige Reality-TV-Darstellerin und vehemente Trump-Unterstützerin Tila Tequila, noch ein Dreierselfie mit Hitlergruß und dem fast richtig geschriebenen Kommentar „Seig heil!“. Ansonsten: keine besonderen Vorkommnisse in Amerikas Hauptstadt am zweiten Wochenende der Ära Trump.

Von Fabian Reinhold, Washington

http://www.spiegel.de/politik/ausland/trump-anhaenger-der-alt-right-bewegung-amerikas-ultrarechte-feiern-a-1122182.html

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Gruß Hubert

 

Schweinegedanken

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Aus dem Buch  „Totentanz der Tiere“ von Dr. Gunter Bleibohm und Harald Hoos die Gedanken eines Schweines es auf seinen letzten Weg vom Viehtransporter in den Schlachthof geht.

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Ich höre den Motor des Lkws, das Türenschlagen des Viehtransporters. Nach meiner Einschätzung müsste es Abend sein. Genau kann ich es nicht sagen, die Lebenszeit, die ich hier verbringe, ist bei künstlichem Dämmerlicht, ohne Bewegung, in unerträglichem Gestank, auf Spaltböden und Kunstfutter mit zahllosen Medikamenten; Gras haben meine Füße nie gespürt, nur Kot, nur Dreck. Vielleicht habe ich einmal im Leben das große Glück, auf dem Transport das richtige Licht zu sehen, richtige Luft zu atmen. Es soll ja eine Sonne geben, Sterne , Wind und Regen. Aber das sind Mythen, die durch unsere Gedanken kreisen, bei uns Tausenden, die hier eingeschlossen sind, hier geboren sind, ich weiß es aber nicht.
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Ich sitze in einer der vorderen Boxen, ich bin heute auf jeden Fall dabei. Endlich ist der große Tag der Befreiung gekommen, der Tag, den wir alle herbeisehnen, der Tag auf den sich unser ganzes Leiden hin entwickelt hat, der Sinn unserer kurzen, qualvollen Existenz. Der Weg, die Fahrt zum Schlachthof, meine letzte Chance einen Blick auf diese mörderische Welt zu werfen. Ich habe mir vorgenommen, den Weg mit größter Würde anzutreten, mit Demut gegenüber meinem Schicksal. Der Tod wird ein Geschenk für mich sein. Ich kehre in den unendlichen Frieden zurück, aus dem ich einst aufgebrochen bin, aus dem ich in diese fürchterliche Menschenwelt geworfen wurde.
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schweinegedank-p-iure
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Ich hab mir vorgenommen, aufrecht zu gehen, auch wenn die Beine unter meinem Körper einknicken, die Last des Körpers kaum tragen können, weil ich sie Zeit meines Lebens nicht benutzen konnte. Ich werde mit zusammengebissenen Zähnen die Elektroschocks der Treiber ertragen, zum letzten Mal, es gilt die Freiheit des Todes zu erringen. Es ist dies kein Anflug von Verzweiflung, ich kenne die Kette meiner Tage, kenne die Kette der Qual, des Martyriums aus meinen wenigen Lebenstagen. Mein Verlangen nach einer Zeit, in der Leben aufhört, Folter und Qual zu sein, ist unbändig.
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Jetzt bin ich an der Reihe, die Boxentür geht auf, ich erhalte einen brutalen Stockschlag an den Kopf. Es scheint tatsächlich abends zu sein, wenn man das so nennt. Ich hab es noch nie gesehen. Abends bedeutet eine letzte lange Qual, die letzte allerdings. Es bedeutet eine lange Fahrt, vielleicht zum Schlachthof nach Rom, die Nacht hindurch, durstig, hungrig, voller Ungewissheit. Rom sehen und sterben!
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Der Weg in die Freiheit ist bitter und qualvoll erkauft, manche von uns sterben leichter, manche fürchterlicher, aber der Lohn ist immer der unendlich tiefe Frieden, die Flucht vor der Menschheit. Die Menschheit, die uns ein Leben in Freiheit, in Sicherheit verweigert. Die Natur wird mich aber wieder in die Masse der Wesen einkneten und macht vielleicht eine Wolke, einen Tautropfen, hoffentlich aber nicht wieder ein Schwein oder gar einen Menschen aus mir. Egal, morgen früh komme ich in die Todesbox, mit etwas Glück ist der Akkordschlächter nüchtern, trifft mich gut mit dem Bolzenschuss. Ich werde stillhalten, nicht ausweichen, damit es schnell geht. Wir sterben an diesem Tag zu Tausenden, so wie jeden Tag. Tausend Lebewesen jede Sekunde auf der besten aller Welten, auf einer Welt, welche die Menschheit zum großen Schlachthaus gemacht hat.
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Das Quieken der Anderen ist das verzweifelte Auslachen der Menschheit durch uns Todgeweihte, das Lachen darüber, dass wir mit dem Tod ihrer Macht endgültig entfliehen, das Lachen der Verachtung ob ihrer Überheblichkeit, ob ihres Wahnsinns. Einen Tag später werden meine zerlegten Körperteile verkauft und gegessen, hoffentlich aber von einem Hund oder einer Katze. Der Gedanke, im Körper eines Menschen begraben zu werden, ist mir zutiefst zuwider, im Körper derjenigen, die sich für das Ebenbild eines Gottes halten, eines bluttriefenden, erbarmungslosen Gottes.
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(aus: Bleibohm/Hoos, Totentanz der Tiere, Geistkirch Verlag,
Saarbrücken 2009, S. 49 ff.)
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Aus dem Klappentext des Buches vom Geistkirch Verlag.
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In einer Welt, in welcher der Sinn für Natur- und Umweltschutz nur zögerlich wächst, werden Tierrechte vernachlässigt, ignoriert und im allgemeinen Bewusstsein ausgeblendet.

Inakzeptable Massentierhaltungen, eine wachsende Zahl an Tierversuchen und eine aus­ufernde Hobby- und Spaßjagd stellen ein massives Tierschutzproblem dar. Tierrechte werden mit Füßen getreten, obwohl die existierende Gesetzgebung zum Tierschutz – würde dieser konsequent umgesetzt – einen Rahmen bieten würde, mit dem zahlreiche Vergehen auszumerzen wären. Tierleid geschieht unter den zum Teil blinden Augen von Behörden, wird gesellschaftlich nicht geächtet und von den Kirchen zusätzlich noch sanktioniert.

Dr. Gunter Bleibohm und Harald Hoos zeigen Missstände und Zusammenhänge schonungslos und direkt auf und legen den Finger in die Wunde der Gleichgültigkeit. Fachlich fundierte Beiträge wechseln mit bissiger Satire ab. Ein besonderes Augenmerk werfen die beiden Autoren dabei auf den Widersinn der Jagd und auf die ethischen Ursachen des Tierleides durch christliche Glaubensvorstellungen.

Weitere Informationen unter www.pro-iure-animalis.de

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http://www.geistkirch.de/index.php?route=product/product&product_id=115

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Gruß Hubert